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Europacity Riverside - Wohnen und Gewerbe in der Europacity, Block am Park (Baufeld A)

Grundbaustein des Masterplans ist der Block, der eine ruhige Ordnung vorgibt und den öffentlichen Straßenraum definiert. Rhythmisiert wird er durch freistehende Zeilen und kleine Quartiersplätze, die die Bebauung zum Kanal öffnen. Die Ordnung dieser ruhigen Abfolge wird durch eins der wenigen Bestandsgebäude des Gebietes, dem denkmalgeschützten Kornversuchsspeicher, unterbrochen. Diese Störung ist identitätsstiftend. Der Kornversuchsspeicher wird mit dem Haus am Wasser und dem Haus am Park Teil eines Ensembles aus Solitären. Wie auf der südlichen Seite der Hamburger Bahnhof mit der Perlenkette der Solitärgebäude und der Platzfläche des Kunstcampus -natürlich ungleich spektakulärer- den Beginn der Flussseite markiert, so bildet das Ensemble um den Kornversuchsspeicher den nördlichen Auftakt und Übergang zum Park am Nordhafen. Das Ensemble aus Solitären schafft mit dem Block am Park und dem am Quartiersplatz einen gefaßten Stadtraum, der als Speicherplatz ein identitätsstiftender Ort wird.

Wir schlagen vor den Block am Park zweizuteilen, in den Block am Park und das Haus am Park. Zur Heidestraße bietet der Block idealtypisch Schutz vor dem Verkehrslärm und ruhige Innenbereiche. Das Haus am Park nutzt die Gunst seiner Lage und orientiert sich zu vier Seiten: zum Kanal, zum Park, zum Platz, zum großen Innenhof. Gleichzeitig riegelt es den Block nicht komplett vom Landschaftsraum ab, sondern läßt diesen auch aus dem Blockinneren spürbar bleiben.

Block am Park

Der Block besteht, ähnlich einer klassischen Stadtentwicklung, aus einzeln ablesbaren städtischen Gebäuden mit einer einheitlichen Gestaltung.
Co-Living: Im westlichen Teil des Blockes zur Heidestraße ist das Co-Living angeordnet. Co-Living bedeutet die Vorteile der eigenen Wohnung mit den Vorteilen des Zusammenlebens in einer kleinen Gemeinschaft von 3 bis 5 Personen und den Vorteilen von Dienstleistungsangeboten zu verbinden. Jede Kleinwohnung hat ein eigenes Bad und ist groß genug, um darin zu leben und zu arbeiten. Ein großzügiger Gemeinschaftsbereich mit Küche dient als Wohnraumerweiterung und Treffpunkt für die Bewohner einer Einheit. Erschlossen wird das Co-Living über einen zentralen Eingang mit Empfangsbereich von der Heidestraße aus. Von hier aus sind alle Aufgänge über eine auf der Rückseite des Hauses angeordnete Galerie zugänglich. Im 1. Obergeschoss über dem Eingangsbereich ist ein Gemeinschaftsbereich vorgesehen, der zusätzliche Angebote wie Arbeitsplätze, Billiard, Tischtennis, Kinoraum, Cafe aufnehmen kann.
Auf dem Dach liegt eine von allen Bewohnern nutzbare Dachterrasse mit leicht überhöhter massiver Brüstung, die den Lärm mindert. Konzeptionelles Herz jeder Co-Living Einheit ist der Gemeinschaftsbereich mit dem Wintergarten, um den sich die Kleinwohnungen gruppieren. Der Wintergarten fungiert klimatisch und akustisch als Puffer, räumlich als vollwertiger Aufenthaltsraum oder Draußenersatz. Die zur Heidestraße orientierten Kleinwohnungen erhalten die Möglichkeit zum Wintergarten Fenster zu öffnen, so dass ein natürliches Lüften trotz des immensen Straßenlärms möglich ist.

Wettbewerb: 2. Preis
Wohneinheiten: 204
GF: 21.917 m2

Landschaft: herrburg Landschaftsarchitekten